Ländliche Regionen

Sachsen-Anhalt ist durch seine ländlichen Räume geprägt. 97 Prozent der Fläche sind ländlich und 75 Prozent der Menschen leben außerhalb der drei urbanen Oberzentren Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau. Deshalb betrachten wir es als entscheidend, Politik ausdrücklich für die ländlichen Räume zu entwickeln, zu befördern und zu stärken. Sie muss konkrete Lösungsansätze für die Menschen vor Ort anbieten. Das ist uns wichtig, denn es gibt nicht die eine Idee. Die Attraktivität der ländlichen Räume kann nur gesteigert werden, wenn wir die jeweiligen Besonderheiten anerkennen. Wer auf dem Land lebt, soll bestmögliche Bedingungen für sich und seine Familie vorfinden.

Dafür braucht es aber auch eine gute Versorgung. Die Kinder sollen vor Ort zur Schule gehen können. Der nächste Laden soll auch ohne Auto erreichbar sein und der Weg zur nächsten Arztpraxis darf nicht zu weit sein. Das erreichen wir durch mehr mobile Gesundheitsversorgung, gesicherte Krankenhausstandorte und ein persönliches Angebot der Telemedizin. Wir setzen uns für eine landesweite Breitbandgarantie fürs Internet ein, damit niemand abgehängt wird. Es braucht auch neue und flexiblere Mobilitätsangebote. Das kann zum Beispiel ein öffentlich gefördertes Elektroauto in jedem Dorf sein, die Einbindung von Sharingunternehmen oder sicherere Radwege, um die nächste Haltestelle gut erreichen zu können. Diese muss zu einer Mobilitätsstation ausgebaut werden, wo problemlos vom Rad in den Bus, vom Zug auf den Elektroroller oder in das TeilAuto umgestiegen werden kann.

Wir haben in den Jahren 2020/2021 einen Ideenkatalog #LANDleben – Dorf’s ein bisschen mehr sein erarbeitet. Vorausgegangen waren zwei Kongresse, zahlreiche Veranstaltungen und eine Onlinebeteiligung. Unseren Ideenkatalog wollen wir stetig weiterentwickeln.

Unsere Abgeordneten sind vielfach vor Ort unterwegs, sprechen mit den Menschen und nehmen viele Impulse mit. Wir sind auch als Gesamtfraktion regelmäßig in Sachsen-Anhalt unterwegs, wo wir Termine vor Ort wahrnehmen und Bürgerdialoge veranstalten. Unter dem Bereich „Was bei uns los ist“ kannst du nachschauen, wo wir bisher mit der Gesamtfraktion waren. Wenn du ein Thema hast, das du mit uns besprechen willst, weil es die Menschen in deinem Ort bewegt, schreib uns gerne eine Nachricht.

Profilbild Cornelia Lüddemann

Cornelia Lüddemann

Fraktionsvorsitzende
Sprecherin für Mobilität, Landesentwicklung, Ländliche Räume
Mehr über diese Person

Pressemitteilungen

KI generiert: Das Bild zeigt ein Thermometer in der prallen Sonne, das über 30 Grad Celsius anzeigt. Der Himmel ist blau mit einigen Wolken, während die Sonne hell scheint.
30.07.26

Wenn Hitze tötet, darf Politik nicht wegschauen

Lüddemann: Sachsen-Anhalt braucht endlich einen verlässlichen Hitzeschutzplan für Kommunen
 

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage zum Stand kommunaler Hitzeaktionspläne erklärt Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
 „Die nächste Hitzewelle kommt nach Sachsen-Anhalt. Für Magdeburg, Halle und Dessau Roßlau liegen amtliche Hitzewarnungen vor, Temperaturen bis zu 40 Grad sind möglich. In dieser Lage zeigt die Antwort der Landesregierung ein erschreckendes Bild: Nach Kenntnis der Landesregierung hat kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt einen beschlossenen Hitzeaktionsplan. Das ist keine Randnotiz aus der Verwaltung. Das ist eine Schutzlücke mitten im Alltag der Menschen.“

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KI generiert: Das Bild zeigt erneuerbare Energiequellen mit Solarpaneelen und einem Windrad vor einem klaren blauen Himmel. Der Hauptinhalt ist die Nutzung von Sonnen- und Windenergie.
29.07.26

Reiches bestgehütetes Geheimnis

Erneuerbare stärken Sachsen-Anhalts Wirtschaft und Kommunen. Nachweislich!

Eine neue, von Bundesfossilministerin Reiche bisher zurückgehaltene Studie zur regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien zeigt: Windkraft und Photovoltaik können bis 2033 bundesweit jährlich rund 21 Milliarden Euro direkte Wertschöpfung auslösen. Bis zu 12,4 Milliarden Euro könnten bei regionalen Eigentums-, Betreiber- und Auftragsstrukturen in den Standortregionen gebunden werden. Selbst im konservativen Szenario verbleiben mindestens 8,6 Milliarden Euro vor Ort. Entscheidend ist, wem die Anlagen gehören, wer sie betreibt und welche Unternehmen an Bau, Wartung und Betrieb beteiligt sind.

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KI generiert: Das Bild zeigt ein Schwein, das neugierig in die Kamera schaut. Es steht auf einem Erd- oder Wiesenboden und trägt eine gelbe Ohrmarke.
23.07.26

Tierrettung aus industriellen Anlagen kaum möglich

Debatte um Stallbrände geht am Kernproblem vorbei
Megaställen werden zur Todesfalle

Zur aktuellen Berichterstattung über Stallbrände, Ursachen und möglichen Präventionen erklärt Dorothea Frederking, agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
 
 „Das grundlegende Problem ist: Aus industriellen Tierhaltungsanlagen können im Brandfall die dort gehaltenen Massen an Tieren gar nicht gerettet werden. Für eine große Zahl von Tieren werden die Megaställe somit zwangsläufig zu qualvollen Todesfallen. Schweine fliehen nicht geordnet ins Freie. Sie müssen ruhig getrieben werden und suchen bei Gefahr oft den vermeintlich sicheren Stall auf. Bei Rauch, Hitze, Lärm und Panik wird Rettung zur Illusion. Deshalb geht die Debatte am Kern vorbei, wenn sie bei Rauchmeldern und Feuerwehrplänen stehen bleibt.“.“

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"Ich habe eine Frage zum Thema!"

Richten Sie diese gerne an uns!

Theresa Köhler

Referentin für Mobilität, Landesentwicklung und Energie 
(in Elternzeit)