Nach Auffassung der Grünen braucht das Land jetzt Tempo, Struktur und einen klaren politischen Willen. Landesdächer sollen konsequent für Solarenergie erschlossen werden. Wo das Land nicht selbst investiert, sollen Dachflächen gebündelt und für Pachtmodelle geöffnet werden. So können Unternehmen, Genossenschaften und Bürgerenergieprojekte Anlagen errichten, während das Land planbare Einnahmen erzielt.
„Wenn wir nicht jedes geeignete Dach sofort selbst nutzen, dann müssen wir es für andere öffnen. Das ist keine ideologische Frage, sondern ökonomische Vernunft. Gerade in Zeiten knapper Kassen kann sich Sachsen-Anhalt nicht leisten, Energiepotenziale und Einnahmen weiter brachliegen zu lassen“, so Striegel.
Kritisch sieht die Fraktion, dass die Landesregierung sich bislang hinter Prüfaufwand, Zuständigkeitsfragen und Einzelfallargumenten versteckt. Natürlich müssen Statik, Denkmalschutz und Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Aber genau dafür braucht es standardisierte Verfahren, klare Zuständigkeiten und eine zentrale Struktur für die Vermarktung geeigneter Dachflächen.
„Die Energiewende entscheidet sich nicht nur auf großen Freiflächen. Sie entscheidet sich auch direkt über unseren Köpfen. Jede Solaranlage auf einem Landesdach stabilisiert den Haushalt und macht uns unabhängiger von fossilen Energien. Sachsen-Anhalt braucht hier endlich einen Staat, der möglich macht statt auszubremst“, betont Striegel.
Mit ihrem Antrag drängt die grüne Fraktion auf den vollständigen Ausbau aller geeigneten Landesdächer bis spätestens 2035. Denn die Zukunft liegt nicht in Ausreden, sondern auf dem Dach.
