13.03.2026

MOBILITÄT IST DASEINSVORSORGE

Wenn Tanken zum Luxus wird, braucht Sachsen-Anhalt das 29-Euro-Ticket Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Ölpreise nach oben und an deutschen Tankstellen kosten Benzin und Diesel wieder mehr als zwei Euro pro Liter. Für viele Menschen in Sachsen-Anhalt ist das kein fernes Weltgeschehen, sondern ein Preisschock auf dem Weg zur Arbeit, zur Berufsschule oder zum Arzt. 

Mobilität darf in unserem Land nicht zur Kostenfalle werden, deshalb bringt die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur nächsten Plenarsitzung einen Antrag ein, der das Deutschlandticket als schnelle Antwort auf die Preisexplosion auf 29 Euro senken und als soziales Angebot absichern soll.

Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, erklärt: „Wer jeden Morgen auf das Auto angewiesen ist, erlebt diese Preisexplosion an der Zapfsäule als Angriff auf den Alltag. Die Menschen brauchen jetzt eine Entlastung, die wirklich bei ihnen ankommt. Deshalb fordern wir ein 29-Euro-Ticket als schnelle Antwort auf den Ölpreisschock.“

Lüddemann weiter: „Ein neuer Tankrabatt wäre die alte Fehlentscheidung im neuen Gewand. Er entlastet nicht gezielt, sondern spült am Ende vor allem Geld in die Kassen der Mineralölkonzerne. Bezahlbare Mobilität entsteht nicht an der Zapfsäule, sondern mit einem öffentlichen Nahverkehr, der verlässlich fährt und den sich die Menschen leisten können.“

Die Grünen fordern die Landesregierung auf, sich im Bund für ein 29-Euro-Ticket starkzumachen und zugleich den Ausbau von Bahn, PlusBus und Rufbus in Sachsen-Anhalt zu beschleunigen. Denn gerade in den kleineren Orten entscheidet sich, ob Mobilität Freiheit bedeutet oder Ausschluss. Wer ernsthaft entlasten will, darf Sachsen-Anhalt nicht weiter ans Lenkrad ketten. Unser Land braucht günstige Tickets, bessere Takte und endlich eine Politik, die den Alltag der Menschen versteht.

Yves Rackwitz

Presse und Kommunikation