23.04.2026

Mobilität für alle statt neuer Kostenfalle

Schiene hält Sachsen-Anhalt in Bewegung 
Die Aufhebung der Trassenpreisbremse droht den Schienenpersonennahverkehr in Sachsen-Anhalt empfindlich zu verteuern. Für die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ist klar: Der Bund muss die Länder entlasten und endlich für eine faire, gemeinwohlorientierte Finanzierung der Schieneninfrastruktur sorgen.
 Dazu erklärt Cornelia Lüddemann, mobilitätspolitische Sprecherin der Fraktion:„Wenn der Zug teurer wird oder seltener fährt, dann spüren das die Menschen nicht irgendwann, sondern jeden Tag. Pendlerinnen und Pendler, Auszubildende, Familien und Seniorinnen und Senioren brauchen einen Nahverkehr, der zuverlässig, bezahlbar und attraktiv bleibt. Gerade in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt entscheidet Mobilität darüber, ob Teilhabe gelingt. 

Nach aktuellem Stand drohen Sachsen-Anhalt durch das Urteil rund 35 Millionen Euro zusätzliche Kosten pro Jahr. Dieses Geld fehlt dann bei guten Takten, stabilen Ticketpreisen und verlässlichen Verbindungen zwischen Stadt und Land. Wer die Schiene verteuert, macht das Leben teurer und schwächt den Zusammenhalt in unserem Land.

Deshalb muss der Bund jetzt Verantwortung übernehmen. Die Mehrkosten dürfen nicht auf die Länder und am Ende auf die Fahrgäste abgewälzt werden. Wir brauchen kurzfristig einen vollständigen Ausgleich und langfristig eine echte Reform des Systems. Trassenpreise müssen so ausgestaltet werden, dass sie mehr Verkehr auf die Schiene bringen, statt die Verkehrswende auszubremsen.

Für uns ist klar: Mobilität darf kein Privileg des Geldbeutels sein. Wir wollen ein Sachsen-Anhalt, in dem auch der ländliche Raum stark angebunden bleibt und der Regionalverkehr Sicherheit im Alltag gibt. Wer Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stärke ernst meint, muss jetzt die Schiene stärken. Der Zugverkehr muss bezahlbar und attraktiv bleiben.“