06.08.2026

Mehrkosten ohne Plan

Landesregierung muss jetzt liefern - Die Rechnung ist geklärt, aber der Fahrplan fehlt
Kostenexplosion bei der S-Bahn Leipzig-Zeitz-Gera im Mitteldeutschen Revier

Die Landesregierung nennt keinen aktuellen Kostenstand, obwohl für Leipzig–Zeitz bereits eine Vorplanung mit Kostenschätzung vorliegt. Sie erklärt auch nicht, welche Bauteile teurer geworden sind und wie groß die bisherige Steigerung ist. Beim Zeitplan bleibt die Antwort auf unsere Kleine Anfrage auffällig still. Die DB nennt öffentlich einen voraussichtlichen Baubeginn 2031 und eine Inbetriebnahme 2035. 

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage erklärt Cornelia Lüddemann, Fraktionsvorsitzende und mobilitätspolitische Sprecherin:„Die Landesregierung räumt Mehrkosten ein, nennt aber weder deren Höhe noch eine Finanzierung oder einen belastbaren Fahrplan. Wie teuer wird die Strecke wirklich? Wer zahlt? Und wann beginnt endlich der Bau?Wir fordern volle Kostentransparenz, einen gemeinsamen Bahngipfel noch 2026 und einen Finanzierungsbeschluss bis Jahresende. Leipzig–Zeitz muss als erster nutzbarer Abschnitt vorgezogen werden, die Gesamtstrecke spätestens 2035 stehen. Heimliche Kürzungen bei anderen Strukturwandelprojekten darf es nicht geben.

Strukturwandel braucht Anschluss. Wie teuer wird Leipzig–Zeitz wirklich? Wann verhandelt Ministerin Hüskens mit dem Bund? Wer trägt die Mehrkosten? Und wann fährt endlich die S-Bahn? Die Menschen im Burgenlandkreis brauchen keine Beruhigungsfloskeln, sondern belastbare Zahlen, eine gesicherte Finanzierung und klare Termine. Gerade vor der Wahl muss die Landesregierung alle Kostenschätzungen offenlegen und transparent sagen, ob andere Strukturwandelprojekte gefährdet sind.“

Anhang:

Antwort auf KA 8/3917